St. Marien

Katholische Kirchengemeinde im Bremer Westen

Als sich in Bremen nach der Reichsgründung 1871 immer mehr Industrie ansiedelte, wanderten viele arbeit- und brotsuchende Menschen zu, darunter viele Katholiken. Ende 1909 konnte in der Turnhalle in der Oslebshauser Dorfschule der Sonntagsgottesdienst gefeiert werden, betreut von St. Marien.Das Ziel einer eigenen Kirche kam Mitte 1922 - durch den Ankauf eines Bauernhauses am Alten Heerweg 37 - näher. Das umgebaute Bauernhaus wurde am 23. Dezember 1923 seiner Bestimmung übergeben. Die Gemeindestärke betrug etwa 700 Seelen mit steigender Tendenz. Nach vielen Um- und Anbauten behielt die Kirche nun ihre innere und äußere Gestalt.

Während der Vor-, Kriegs- und Nachkriegszeit hatte die Gemeinde mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Kirche selbst kam aber mit geringen Schäden davon. Das Gemeindeleben entwickelte sich in der kommenden Zeit immer mehr, und der Wunsch nach einer neuen Kirche mit Gemeindezentrum wurde immer größer.

Nach etlichen Jahren intensiven Bemühens erfolgte am 04.02.1968 der erste Spatenstich für die neue Kirche, die am 21.12.1969 feierlich geweiht wurde und bis heute in unveränderter Form der Gemeinde zur Verfügung steht. Die ehemalige Gemeinde St. Josef, deren Kirche sich vom Bauernhaus zu einem großen und modernen Gebäude entwickelte, feierte Ende 1998 ihr 75-jähriges Jubiläum.Nicht unerwähnt sollen die Pastöre der St. Josef-Gemeinde Gemeinde bleiben, die mit viel Engagement jederzeit der Gemeinde zur Verfügung standen:

1923 – 1931      Wilhelm Thiemann
1931 – 1945      Hubert Kohstall
1945 – 1954      Emil Witte
1954 – 1964      Rudolf Clemens
1964 – 1981      Josef Tampier
1981 – 1982      Lothar Kaiping (Pfarradministrator)
1982 – 1987      Norbert Blome
1988                 Ohne festen Pfarrer
1989 – 1992      Hermann Rohling
1992 – 1993      Peter Schäferhoff (Pfarradministrator)
1993 – 1997      Otto Rüter
1997 – 2006      Michael Wehrmeyer

Es sollte auch nicht vergessen werden, dass mit der St. Josef-Gemeinde die St. Josef-Schule fest verbunden war. Bei der Gemeindegründung 1923 dachte man bereits an die Errichtung einer Schule. Deren Gründung erfolgte 1929. Die ersten Klassen fanden noch unter dem Dach des Bauernhauses Platz. Bereits 1931 konnte aber ein Neubau bezogen werden, der nach damaligen Verhältnissen allen Anforderungen entsprach.

Doch auch dieses Gebäude erwies sich aufgrund wachsender Schülerzahlen bald als zu klein. Es erfolgten Erweiterungs- und Wiederaufbauten, Renovierungen und Änderungen, die die St. Josef-Schule in eine schöne und leistungsfähige Einrichtung verwandelt haben.