St. Marien

Katholische Kirchengemeinde im Bremer Westen

Am Sonntag, 16. September 1984, feiert die katholische Gemeinde in Findorff das 25jährige Bestehen ihrer St. Bonifatiuskirche. Vielen Menschen in unserem Stadtteil ist diese Kirche in der Leipziger Straße bekannt, doch nur wenige kennen die Geschichte dieser Kirchengemeinde.

Die eigentliche Geburtsstunde der St. Bonifatiusgemeinde war der 1. November 1947, weil durch das Anwachsen des katholischen Bevölkerungsanteils Im Stadtteil Findorff eine Trennung der Muttergemeinde St. Marien in Bremen-Walle erforderlich wurde. An diesem Tag wurde der erste Gottesdienst in den Verkaufsräumen der Daimler-Benz A.G. in der Hemmstraße gefeiert. Von diesem Tage an ging es Schritt für Schritt weiter. Waren zunächst nur 80 - 200 Gläubige sonntäglich versammelt, so stieg die Zahl der Kirchenbesucher nach der Übersiedlung in das Admiral-Kino, das schon 800 Sitzplätze bot, auf rund 600 an. Von St. Marien aus wurde unter dem damaligen Pastor Vogelsang und seinem Kaplan Wolfgang Müller, dem die Seelsorge der Findorffer anvertraut war, das Kirchenneubauvorhaben in Findorff fleißig und konsequent weiter betrieben.

Besonders Letzterer erwarb sich dabei große Verdienste um die jetzige Gemeinde durch unermüdliche Arbeit bei den schwierigen Fragen der Geländebeschaffung, der Planung und Finanzierung. Dabei gingen Jahre ins Land. Mancher „Gutgläubige" zeigte bereits erste Anzeichen von Mutlosigkeit und Enttäuschung, denn man ging noch immer nach „St. Admiral", wie es Im Volksmund schon hieß. Doch endlich konnte man die Früchte jahrelanger Mühen und Verhandlungen ernten.

Am 30. Juni 1958 tat der damals leitende Geistliche der katholischen Gemeinde zu Bremen, Herr Propst Ohrmann, den ersten Spatenstich, und nur wenig später, am B. September, erfolgte die feierliche Grundsteinlegung. Nach relativ kurzer Bauzeit konnte die schlichte und moderne Kirche vom Bischof Helmut Hermann von Osnabrück am 11. B. 1959 geweiht und Ihrer Bestimmung übergeben werden. Noch Im gleichen Jahr wurde die Augenstelle der St. Mariengemeinde als „St. Bonifatius" selbständiger Seelsorgebezirk und der verdienstvolle Kaplan Wolfgang Müller dessen erster Pastor. Dank vieler Spenden konnten 1964 Glocken und eine neue Orgel angeschafft werden. Als das gesamte Werk vollendet war, wurde Pastor Müller zum Pfarrer nach Quakenbrück berufen.

Inzwischen wirkten von 1965 bis 1977 Herr Pastor Hermann Ossege und anschließend bis Januar 1982 Herr Pastor Johannes Lückertz in der St. Bonifatiusgemeinde.

Seit Februar 1982 betreut Herr Pastor Bernhard Rotermann die rund 2600 ansässigen Findorffer Katholiken, deren Zentrum das Gotteshaus St. Bonifatius ist. Hier trifft man sich, um miteinander den Gottesdienst zu feiern, sich Rat und Beistand zu holen, sich auf religiösem Gebiete weiterzubilden, aber auch, um miteinander zu sprechen, Gedanken auszutauschen oder sogar zünftige Feste zu feiern. In den verschiedenen Gruppen, Vereinigungen und Verbänden haben viele Gläubige eine Heimat gefunden.

Wer mehr über die St. Bonifatiusgemeinde erfahren möchte, ist in der Leipziger Straße 29 immer herzlich willkommen!

Das 25Jährige Bestehen soll gleichzeitig ein Anlass sein, allen zu danken, die in den vergangenen Jahren unserer Gemeinde mit Rat, Hilfe und freiwilligem Dienst geholfen haben.