St. Marien

Katholische Kirchengemeinde im Bremer Westen

Fatima Madonna 2020 05 13 ... in diesem Jahr einmal ganz anders gefeiert

Zur Rosenkranzandacht am Gedenktag unserer lieben Frau von Fatima versammelten sich 40 portugiesische Gläubige in der St. Marienkirche. Allen fehlte sicherlich die sonst übliche Feier mit Prozession durch die Stadt, anschl. Gottesdienst und der Begegnung. Und dennoch hatte diese Andacht eine berührende Tiefe. Das Rosenkranzgebet wurde durch biblische Texte, Gebetsmeditationen und Fürbitten ergänzt. Pastor Fleddermann wies in seiner Predigt darauf hin, mit Maria um Gottes Heiligen Geist zu beten, so wie es die Apostel mit den Frauen und mit Maria auch vor dem Pfingstfest getan haben. Denn der Heilige Geist ist uns Helfer, Tröster und Kraft sein – gerade auch in dieser durch die Coronakrise geprägten Zeit. Es ist auch der Geist der Erkenntnis und der Wissenschaft, den wir für die Forscher erbitten, die auf der Suche nach hilfreichen Medikamenten sind. Und der Heilige Geist ist der Friede, der unsere Herzen erfüllt und die Angst vertreibt. Am Ende des Rosenkranzgebetes gab es dann doch eine kleine Prozession. In gebührendem Abstand gingen alle zur Muttergottesstatue von Fatima, zündeten eine Kerze an und steckten eine mitgebrachte Blume in die Vase. Die Atmosphäre war spürbar berührend, wenn wir uns wirklich als betende, hoffende und suchende Gemeinschaft erleben, die mit Maria ihr Vertrauen auf Gott setzt. Ich bin dankbar für diese schöne Erfahrung. Ein herzlicher Dank allen Mitbeterinnen und Mitbetern und denen, die vorgebetet haben.

Pastor Josef Fleddermann

 

Hier die Predigt von Pfr. Fleddermann

 

 

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Fatima Foto

 

Fatima Gedenktag am 13. Mai – Rosenkranzandacht in portugiesischer Sprache

Vor allem für unsere portugiesischen Mitchristen ist es ein besonderer Tag: der 13. Mai. Vor 103 Jahren erschien die Mutter Jesu drei Hirtenkindern. Es war eine Einladung zum Gebet und zur Umkehr. Mittlerweile ist Fatima der meistbesuchte Wallfahrtsort der Welt.

 

Auch in unserer Gemeinde spielt der Tag eine besondere Rolle. Seit über 30 Jahren gibt es die Fatimaprozession im Bremer Westen. In diesem Jahr fällt sie wegen der Corona-Krise aus. Dennoch wollen wir uns zum Gebet versammeln. Zur Rosenkranzandacht am Mittwoch, den 13. Mai, um 19.00 Uhr in der St. Marienkirche (Walle) sind die portugiesischen Mitchristen herzlich eingeladen. Die ganze Andacht ist in portugiesischer Sprache. Da es nur eine begrenzte Zahl an Teilnehmer gibt, ist eine Anmeldung über Internet oder telefonisch in den Pfarrbüros erforderlich.

 

 

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Fatimaprozession in Walle fällt aus

Seit über 30 Jahren findet im Bremer Westen die sogenannte Fatimaprozession statt. Nun muss sie aufgrund der Coronakrise zum ersten Mal ausfallen. Auch wenn es möglicherweise Erleichterungen bei den Einschränkungen zum Schutz gegen die Verbreitung des Virus gibt, so ist doch die große Zahl der Besucher, die zu erwarten ist, so hoch, dass Abstand und gegenseitiger Schutz nur schwerlich zu bewerkstelligen sind. Von daher bitte ich um Verständnis.

Viele hätten sich darauf gefreut, am 17. Mai die Statue mit der Madonna aus Fatima wieder betend durch die Straßen Walles zu tragen, anschließend den Gottesdienst in der Marienkirche zu feiern und schlussendlich Gemeinschaft zu pflegen bei köstlichen Leckereien und beim Mitbringbuffet. Doch da müssen wir nun leider wohl ein Jahr drauf warten.

Im vergangenen September war ich zum ersten Mal im portugiesischen Wallfahrtsort Fatima. Ich war vorher immer ein wenig skeptisch. Manche auch übertriebene Marienfrömmigkeit hatte ich erwartet. Doch die Tage vor Ort haben mich eines Besseren belehrt. Letztlich stand Christus im Zentrum. Die weitläufige Anlage rund um die alte Basilika und die neu erbaute riesige Kirche laden ein zur Stille und zum persönlichen Gebet. Es gibt eine große Anbetungskapelle, wo das Allerheiligste (Jesus im eucharistischen Brot) verehrt wird, an anderer Stelle können Kerzen entzündet werden. In einer weiteren Kapelle gibt es das Angebot zur Feier der Versöhnung. Die Feier der Eucharistie prägt den Rhythmus des Tages. Zu unterschiedlichen Zeiten und in unterschiedlichen Sprachen wird Gottesdienst gefeiert. Und dann gibt es natürlich auch die Rosenkranzgebetszeiten und Lichterprozessionen. Eine überladene Frömmigkeit ist mir nur spärlich begegnet. Mit Maria, der Mutter des Glaubens, der Mutter Jesu, Christus folgen. Oder um es mit den Worten Mariens auf der Hochzeit zu Kana zu sagen: „Was er euch sagt, das tut!“ (Joh 2,5) Darauf aufmerksam zu machen, darin besteht die Sendung der Muttergottes. Sie ist uns darin Vorbild im Glauben und auch Wegbegleiterin. Lassen wir uns von ihrem Glauben und ihrer Hingabe anstecken, dass auch wir – wie sie – immer wieder neu durch unser Leben auf Christus verweisen.

Wir werden schauen, ob eine Verlegung der Prozession in den Herbst hinein sinnvoll ist. Ansonsten freuen wir uns schon auf das nächste Jahr.

Pastor Josef Fleddermann