St. Marien

Katholische Kirchengemeinde im Bremer Westen

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Bischof Bode weiht Gemeindezentrum und Kita einDas Interesse am neuen Gemeindezentrum und an der Kita St. Nikolaus war groß: Gäste aus der Pfarrei, dem Stadtteil, der katholischen Kirche in Bremen, dem Bistum Osnabrück und aus der bremischen Politik waren am Samstag, den 20. September nach Gröpelingen gekommen, um mit dem Osnabrücker Bischof Dr. Franz-Josef Bode, Pfarrer Josef Fleddermann und Propst Dr. Martin Schomaker das neue St. Nikolaus beim Ohlenhof einzuweihen und die neuen Räume zu besichtigen.

Bischof Bode war begeistert vom gelungenen Umbau der St. Nikolaus-Kirche, die 2012 profaniert worden war.  „Aus dem an sich schmerzlichen Abschied von einem Kirchenraum haben sich neue Möglichkeiten ergeben, wie Kirche den Menschen im Stadtteil nahe sein kann“.  Die Architekten Wolfgang Tobias und Jost Herbert vom Architektenbüro „zweimeterzehn“  hatten das Gotteshaus aus den 1950er Jahren außen in seiner bisherigen Form erhalten, innen aber völlig entkernt und neu gestaltet.

In enger Abstimmung mit der Pfarrgemeinde, dem Katholischen Gemeindeverband und dem Bistum Osnabrück  ist  ein zweigeschossiges Gemeindezentrum  mit Versammlungsräumen und einem Meditationsraum entstanden. An dessen Apsis im Nordosten schließt sich ein Neubau für die Kindertagesstätte an, die zu einem „Haus für Kinder und Familien“ weiter entwickelt wurde.  Es hat jetzt Platz für 80 Kinder in drei Gruppen für drei- bis sechsjährige Kinder und zwei Gruppen für Unterdreijährige und ist als Passivhaus besonders energiesparend. Die Caritas bietet in einem Büro Schuldnerberatung und allgemeine Sozialberatung an. Dazu kommen ein regelmäßiges Elterncafé, Mutter-Kind-Gruppen, Familienkreise und Stammtische sowie ein Lädchen für gebrauchte Kinderkleidung und ein Jugendraum.  Zukünftig sollen auf dem Gelände noch barrierefreie Wohnungen entstehen.

Die Entscheidung sei „ökonomisch und ökologisch vernünftig“ gewesen und  „ökumenisch gut“, sagte Bode in seiner  Andacht zur Einweihung. Das griechische Wort „Oikos“, das in allen drei Begriffen vorkomme, bedeute „Haus“.  Das „neue Haus St. Nikolaus“ öffne sich den Menschen ebenso wie das der Heilige Bischof Nikolaus im 4. Jahrhundert getan habe, der deshalb noch heute besonders verehrt werde. „Besonders für die Kinder haben wir hier etwas Gutes errichtet“, sagte der Bischof und dankte allen, die am Umbau beteiligt waren. Danach segnete er die Räume mit Weihwasser und sprach ein Gebet, besonders für alle, die zukünftig die neuen Räume nutzen.

Propst Dr. Martin Schomaker dankte besonders den Ehrenamtlichen, ohne die das neue Zentrum so nie entstanden wäre. Er sei froh, dass die katholische Kirche im Stadtteil präsent bleibe.  Die Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen, Anja Stahmann, sagte: „Das neue Zentrum ist eine riesige Bereicherung und ein Schatz für den Stadtteil“.  Es sei sehr nachhaltig, das Gebäude nicht abzureißen, sondern zu erhalten. Die  Politikerin der Grünen hatte zuvor Kita und Gemeindezentrum besichtigt und dankte der Gemeinde für ihr Engagement für Jung und Alt.

Caritasdirektor Martin Böckmann sprach von einem Tag des „Neustarts und Wiederbeginns“. Er hoffe, dass die verschiedenen Einrichtungen an St. Nikolaus gut zusammenwachsen. „Es geht uns allen um den Menschen“, sagte Böckmann in seiner Ansprache. Gesa Lehmhus, die Leiterin der Kita, erinnerte daran, dass der Weg in den vergangenen Jahren oft auch sehr steinig gewesen sei. „Aber heute haben wir mehr erreicht, als wir vor sieben Jahren erhofft haben“.  Pfarrer Josef Fleddermann, Holger Albers vom Pfarrgemeinderat und Gesa Lehmhus dankten zahlreichen Menschen für ihre Unterstützung und ihr Mitwirken. Besonders lang anhaltenden Applaus gab es für die Koordinatorin Edeltrud Löhr-Bekoe, die mit ihrem Mann bald in die Hausmeisterwohnung ziehen wird. Holger Albers überreichte zum Dank Glasscheiben aus der alten Kirche, die auch Interessierte gegen eine Spende in Höhe von 25 Euro beim Pfarrgemeinderat erwerben können.

Nach den Festreden und der Andacht genossen die Gäste den Gang durch die neuen Räume und das Außengelände. Besonders kommunikativ ging es im Foyer zu, durch das man das Gemeindezentrum und die Kita betritt. Hier, wo früher der Altar der Kirche stand,  sind die alten Fester der Kirche erhalten geblieben und hier hat auch die Figur des Heiligen Nikolaus, der Namenspatron von Gemeindezentrum und Kita, sein neues Zuhause gefunden. Für fröhliche Musik bei der Einweihung sorgten die Kita-Kinder und ein Chor unter Leitung von Dr. Grigori Pantijelew.

 

Text: Katholischer Gemeindeverband in Bremen / Martina Höhns