St. Marien

Katholische Kirchengemeinde im Bremer Westen

Pünktlich am 1. Januar um 0.00 Uhr stiegen die Raketen in den Nachthimmel und begrüßten mit ihrer Farbenpracht ebenso wie die Glocken auf den Kirchtürmen das neue Jahr 2007. Diese Glocken läuteten auch für die Katholiken des Bremer Westens eine neue Zeit ein. Eine neue Zeit, die zunächst nur wenige so richtig wahrnehmen werden, denn die Veränderungen wirken sich für die Gläubigen zunächst einmal „hinter den Kulissen" aus, auf der administrativen Ebene – zum Beispiel in den Pfarrbüros – der neuen Großgemeinde St. Marien im Pastoralen Raum Bremer Westen.

„Eine große Stadt entsteht", heißt es in einem Kirchenlied, das im Jahre 1966 getextet wurde. Zumindest ein Teil einer solchen Stadt ist im Bremer Westen im Werden: die Überseestadt. Wie das Glockengeläut waren auch die am Nachthimmel explodierenden Leuchtraketen wahrnehmbar auf Bremens derzeit größter Baustelle, eben dieser „Überseestadt" auf dem Gelände der alten Hafenreviere. Und genauso wie die katholische Kirche ist mal wieder der gesamte Stadtteil im Wandel, und das nun schon seit gut zehn Jahren.

Laß uns durch dein Tor herein, beginnt die zweite Strophe des erwähnten Liedes: So lange wie die vier katholischen Kirchengemeinden im Westen zusammen mit den katholischen Schulen, Kindertagesstätten, der Gefängnisseelsorge, der St. Johannis Kinder- und Jugendhilfe und den Diensten der Caritas an ihrem gemeinsamen „Pastoralen Raum" gearbeitet haben, so lange ist auch am Tor der Überseestadt gebaut worden. Wer will, kann es als Omen betrachten, beides ist fast zeitgleich eröffnet worden, aber beide Projekte sind noch nicht fertig, sind noch im Werden und im Wachsen, müssen noch mit Leben erfüllt werden. Dieses „Tor zur Überseestadt",  wie die Unterführung unter dem Nordwestknoten genannt wird, ist aber auch gleichzeitig das Tor zur neuen St.-Marien-Gemeinde mit ihrer Kirchen St. Bonifatius, St. Josef, St. Marien und St. Nikolaus, denn die Menschen, die dort einmal wohnen werden, sind dann – soweit wie sie katholisch sind – auch Glieder St. Mariens.