St. Marien

Katholische Kirchengemeinde im Bremer Westen

Kohlessen KAB Philipp JahnAm Sonntag, 25. Januar unternahm die KAB Philipp Jahn ihr traditionelles Kohlessen. Viele Gäste aus dem Bremer Westen waren dabei. Um 10.30 Uhr trafen sich die „Kohl- und Pinkler“ im Pfarrsaal von St. Bonifatius (in Findorff), die zu einem Spaziergang bereit waren. Die meisten kamen aber später, zum Mittagessen. Ein Blick in den Vorbereitungsraum versprach ein gutes, reichhaltiges Menü.  Fleißige „Küchenfeen“ rührten in großen Töpfen und bereiteten auch die Beilagen vor.

Die Spaziergänger machten sich sich unter der kundigen Führung des Vorsitzenden, Holger Albers, in Richtung Bürgerpark auf den Weg. Anfangs regnete es ein bisschen, dann hatte „Petrus“ ein Einsehen. Die dunklen Wolken verzogen sich und zeitweise schien sogar die Sonne. Unterwegs wurden „Rote“ und Klare“ zur Stärkung gereicht. Nach einem  längeren Gang kamen alle frohgelaunt und mit großem Appetit in „Boni“ wieder an. Kaum machte man die Tür auf, verspürten die Nasen einen leckeren Duft, der aus der Küche kam.

Im Pfarrsaal waren die Tische bereits gedeckt, es musste nur noch aufgetragen werden. Nach einer kleinen Ansprache, Liedern und einem Gebet, ließen sich alle das Essen munden. Der Kohl, mit allem „Drum und Dran“ schmeckte ausgezeichnet. Herzlichen Dank den „Küchenfeen“! Fruchtige Ananas wurde als Dessert gereicht. Kaffee und Kekse rundeten das leckere Essen ab.

In diesem Jahr wurde Maria Kaufhold zur „Kohlkönigin“ ernannt. Mit ihrem „königlichen Helfer“ , der für sie die Gläser der Gäste füllte, schritt sie durch den Saal und kredenzte jedem einen „königlichen Tropfen“. Alle tranken auf ihr Wohl.

Die meisten Kohlesser blieben noch so an die ein bis zwei Stunden. Es gab viel zu erzählen, hatte man sich doch längere Zeit nicht gesehen oder an diesem Tag kennengelernt. Viele freuten sich schon auf das Kohlessen 2016. Es besteht dann 25 Jahre – ein „Silbernes Jubiläum“.  

                

Kleine Info über Grünkohl, der in Bremen Braunkohl heißt:

Seit wann der Grünkohl bei den Germanen in dem für ihn idealen feuchtkalten Klima kultiviert wird, ist nicht genau überliefert. Doch nicht nur hierzulande wuchs der Vitaminspender, auch in Dänemark, Schottland, Portugal, in den Südstaaten der USA und in Afrika wird Grünkohl heute noch angebaut. Für die Bevölkerung in Nordwestdeutschland wurde Grünkohl in den vergangenen Jahrhunderten neben der Kartoffel zum Hauptnahrungsmittel der Winterzeit. In vielen Gärten wurde früher Grünkohl angebaut. Der Bremer Straßenname „Kohlhökerstraße“ zeugt von den Kohlgärten, die im 18. Jahrhundert einen Ring um die Bremer Altstadt bildeten.
Grünkohl blieb aber nicht nur den „niederen Ständen“ vorbehalten. Sogar bei der traditionellen Bremer Schaffermahlzeit wurde und wird Grünkohl gereicht – dort allerdings mit einer üppigen Fleischbeilage, die sich die „kleinen Leute“ damals nicht leisten konnten. Seit Beginn des traditionellen Festessens 1545, zu dem Kapitäne und Kaufleute geladen wurden, steht „Braunkohl und Pinkel“ als Hauptgericht auf dem Speiseplan.