St. Marien

Katholische Kirchengemeinde im Bremer Westen

„Thank you for the music“ - 25 Jahre der Schola St. MarienAm Samstag den 01.03.14 gab es ein Jubiläum zu feiern: Die Schola der St. Marien Kirche in Bremen-Walle zelebrierte im Pfarrsaal ihr 25-jähriges Bestehen und setzte das Motto „Thank you for the music“ in den Mittelpunkt. Hierfür plante die Schola, unter der Leitung von Patrick George, ein Konzert der Extraklasse, bei dem die überschüssigen Einnahmen für den Bau des Gemeindezentrums St. Nikolaus gespendet werden sollen. Kurz nach Weihnachten begann die 12-köpfige Gruppe, die regelmäßig Gottesdienste, Hochfeste, Trauungen und Rundfunkgottesdienste musikalisch begleitet, mit den Proben für ihr Jubiläumskonzert.

Aus dem reichhaltigen Repertoire, welches mittlerweile mehr als 300 Stücke zählt, mussten zuerst welche ausgewählt und daraufhin geprobt werden. Zudem wurden ebenfalls Marion Jahn an der Gitarre, Cäcilia Wiegand an der Querflöte und Patrizia Student am Klavier zu einigen Stücken mit einbezogen. Der Pfarrsaal wurde kreativ, nostalgisch und gemütlich geschmückt, indem alte Schallplatten an den Wänden, CDs an den Lampen und Musikinstrumente von vergangenen Jahren die Fensterbänke zierten.

Die Musikstücke wurden in vier Blöcke unterteilt, die sich jeweils thematisch voneinander unterschieden. Zu Beginn gab es einen deutschen Block, der aktuelle Poplieder wie „Krieger des Lichts“, dem Klassiker von Marius Müller-Westernhagen „Freiheit“ und ein Folkrock-Lied mit dem Titel „Willst du?“, aber auch weitaus ältere bzw. bekanntere Lieder, wie von den Prinzen „Alles nur geklaut“ füllte. Zum krönenden Abschluss kam hier ein sehr bekanntes und beliebtes Lied der Zuschauer: „Gabriellas Song“. Nach diesen neueren Songs und einer kleinen Pause folgte der zweite Block. Dieser beinhaltete englische, aus Musicals und Filmen entnommene, Titel. Hierzu zählten die Lieder „Chapel of love”, „Both sides now“, „Nothing's gonna change my love for you“, „You’ve got a friend“ und noch einige mehr. Um diese Einheit musikalisch abzurunden folgte ein Andrew Lloyd-Webber-Medley mit den Welthits „Superstar“, „Don’t cry for me Argentina“, „Memory“, „Think of me“ und „Love changes everything“.

Diese Mischung aus deutschen und englischen Klassikern und neuen Stücken bewies, wie groß das Talent der Musikgruppe ist. Der Wechsel von einigen Scholamitgliedern in den vergangenen Jahren konnte den Erfolg nicht stoppen, was das Feedback des Publikums bewies: Begeistert wurde mitgesungen, gejubelt und geklatscht, mit freudiger Erwartung auf die kommenden zwei musikalischen Einheiten.

Mit bekannten, aber auch einigen neueren Kirchenliedern auf  Deutsch, Latein und – auch wenn der Chorleiter Patrick George sich erst von seinem einzigen Geschlechtsgenossen in der Gruppe darüber belehren lassen musste - Griechisch und Hebräisch, startete der dritte Block. Das Lied „Here we are“ (mit englischem Refrain, jedoch deutschem Text) vom Weltjugendtag 2005 in Köln, sowie „Die heilige Schrift“, welches zum Jahr der Bibel 2003 veröffentlich wurde, prägten diesen christlichen Block.

Das Kirchenliedermedley mit Eröffnung, Kyrie, Gloria, Halleluja, Sanctus und Hochgebet, mit einem Amen!  zum Schluss, durchlief in kürzester Zeit einen kompletten Gottesdienst. Daraufhin folgten noch „Du bist der Herr, der mein Haupt erhebt“ und „Du führst uns hinaus ins Weite“ vom Katholikentag 2008 in Osnabrück sowie ein Segenslied.

Der vierte und somit letzte musikalische Block an diesem Abend wurde eingeleitet durch das, besonders durch den Film „Shrek“ bekannt gewordene, Lied „Hallelujah“. Danach ging es wieder einige Jahre zurück und mit einem Wechsel des Kontinents (aber nur im Reich der Träume): An so manchen Wintertagen kann man schon mal vom schönen Kalifornien träumen mit „California Dreamin“.

Da die bekanntesten Welthits präsentiert wurden, durfte eins nicht fehlen: „We are the world“, welches auch von Michael Jackson schon gesungen wurde. Nachdem nun auch noch eines der süßesten Lieder der Musikgeschichte „Lollipop“ dargeboten wurde, fand der letzte Block mit „oh happy day“ sein Ende.

Weil das Publikum noch immer nicht genug bekommen konnte und nach einer Zugabe forderte, wurde das Konzert– passend zum Abschluss des Abends – mit „Goodnight, sweatheart“ beendet.

Der tosende Applaus zeigte: der Abend war ein voller Erfolg. Die Schola überglücklich über die strahlenden und erfreuten Gesichter im Publikum, das Publikum dankbar für die musikalische Zeitreise mit einem Hauch Balsam für die Seele. Gemeinsam wurde anschließend noch das ein oder andere Gläschen Wein oder Fläschchen Bier getrunken und über die vergangenen 25 Jahre, aber auch über die zukünftigen Jahre gesprochen. Nicht nur, dass der Abend für einen guten Zweck geplant war, bot sich auch die Gelegenheit „alte Gesichter“ von „früher“ wieder zu treffen.

Die verschiedensten Lieder aus den unterschiedlichsten Jahren und diversen Epochen harmonierten ausgezeichnet miteinander. Und obwohl es sich nicht immer um christliche Lieder handelte, wie vielleicht der ein oder andere bei einem Konzert in der Kirche erwartet, zeigte die Schola St. Marien, wie Musik zu einer Gemeinschaft führen kann. Denn in diesen vier Stunden konnte der Zuschauer eine Zeitreise durch die Musik- und Scholageschichte miterleben. Thank you for the music, und das nicht nur für den diesen einmaligen Samstagabend, sondern auch für die gesamten 25 Jahre, liebe Schola – auf die nächsten 25 Jahre!