St. Marien

Katholische Kirchengemeinde im Bremer Westen

Fatimaprozession 2014 11"Es ist gut, dass es Euch gibt hier in Bremen", diese gefühlvollen Worte richtete Pfarrer Josef Fleddermann in seiner Predigt am 18. Mai anlässlich der 27. Fátima-Prozesssion im Bremer Westen an die portugiesische Gemeinde, an die polnische Mission, an die Mitglieder des Fatimaapostolates aber auch an die deutschen und alle anderen anwesenden Gemeindemitglieder.

 An diesem Tag fand zum zweiten Mal die Fátima-Prozession im Stadtteil Walle statt. Bei strahlendem Sonnenschein begrüßte Pastor Fleddermann alle Anwesenden vor der St.-Marien-Kirche.

Von hier aus startete die feierliche Prozession um 11 Uhr und führte über den Steffensweg, die Bremerhavener Straße und die Wartburgstraße zurück zur St.-Magnus-Straße, wo die Prozession in der St.-Marien-Kirche endete und gegen 12 Uhr der festliche Gottesdienst begann.

Die mit Blumen geschmückte Marienstatue der Muttergottes von Fátima wurde dabei von portugiesischen, deutschen und polnischen Männern und Frauen getragen. Festlich gekleidete Kinder streuten Blumen, um den Weg für die "Nossa Senhora de Fátima" ( Unsere Liebe Frau von Fátima) zu schmücken.

Angeführt wurde die Prozession wie jedes Jahr von den Ministranten, gefolgt von den Bannerträgern der Kolpingfamilie und der polnischen Mission .

Maria Pais, die es 1987 schaffte die erste "richtige Fátima-Prozession" in Bremen stattfinden zu lassen und Willi Wessels, der die portugiesische Gemeinde schon seit den 70er Jahren kennt und schätzt, führten ebenfalls die Prozession an.

Mittlerweile sorgt der Festzug mit der Fátima-Madonna auch im Stadtteil Walle für Aufmerksamkeit unter den Anwohnern, so dass an den Straßenrändern und an den Haustüren- und Fenstern, sich die Menschen versammelten um die Prozession vorbeiziehen zu sehen.

Für die musikalische Begleitung sorgten Anita und Georg Student, die mit Trompete und Bariton Marienlieder, wie z.B. "A treze de Maio " spielten und somit die Gebete und den Gesang der portugiesischen, deutschen und polnischen Gemeindemitglieder unterstützten.

Beim anschließenden festlichen Gottesdienst in der Kirche übernahm Organist Jens Fojuth die musikalische Leitung und spielte sowohl die deutschen, als auch die portugiesischen und polnischen Lieder.

Pfarrer Josef Fleddermann hielt gemeinsam mit seinem polnischen Amtskollegen Andrzej Turek, (der seinen Bruder Zdzislaw Turek, Pfarrer der polnischen Mission, vertreten hat) die heilige Messe.

Eindrucksvoll, obwohl es seine erste Fatima-Prozession war, verwies Pastor Fleddermann in seiner Predigt immer wieder darauf hin, dass es Maria um Gott, um ihren Sohn Jesus Christus geht, "sie verweist auf ihn und stellt sich nicht selbst in den Vordergrund. Maria führt uns wieder neu zu Jesus. Sie ist dabei mit uns auf dem Weg."

Pastor Fleddermann erinnert die ca. 400 Gläubigen in der vollen St.-Marien-Kirche auch daran, dass die Fátima-Prozession ja auch nicht bei Maria stehengeblieben sei, sondern die Menschen in die Kirche geführt hat zur gemeinsamen "Feier der Eucharistie, zur Feier von Tod und Auferstehung Jesu." und vor allem zum gemeinsamen Gebet zu Gott.

Durch die Botschaften von Fátima rief Maria die Menschen zum Gebet auf und so geschieht es in dem kleinen Ort Fátima, nördlich von Lissabon, jedes Jahr am 13. Mai, dass sich Menschen aller Nationen dort treffen, um gemeinsam am Festtag "Unserer Lieben Frau von Fátima" - "Nossa Senhora de Fátima" zu Gott zu beten.

Die portugiesischen Migranten nahmen diesen Brauch in die Länder mit, in denen sie eine neue Heimat fanden und verbreiteten so ihre Verehrung der Muttergottes aber auch das Gefühl der Gemeinsamkeit - Christen verschiedener Nationen im Glauben an Gott vereint.

" Gemeinsam sind wir unterwegs", betonte Pastor Fleddermann noch einmal am Ende seiner Predigt, "...eben nicht allein, nicht als Grüppchen, nicht als isolierte Nationen. Gemeinsam - als Volk Gottes..."

Gemeinsam ging es dann auch nach der heiligen Messe im Pfarrgarten und um die Kirche herum weiter. Beim "gemütlichen Beisammensein" ließ man sich die portugiesischen, polnischen und deutschen Spezialitäten und Kuchen schmecken und konnte gemeinsam die diesjährige Fátima-Prozession ausklingen lassen.


Fotos: Andreas Chmielarz