St. Marien

Katholische Kirchengemeinde im Bremer Westen

Weltgebetstag 2012 03Selamat Datang ! - Das ist der Gruß, mit dem man sich in   M a l a y s i a   begrüßt.

Der Weltgebetstag, der jährlich am 1. Freitag im März in über 170 Ländern begangen wird, fand auch am 2. März in der Emmaus-Kirche (in Gröpelingen, im Park zwischen Krankenhaus und Diakonissenmutterhaus) statt.

Bei einer Vorbereitung im ev. Gemeindehaus in Bremen-Walle haben sich Frau Christa Kaufer, Frau Rosi Schwertfeger, Frau Gabriele Diener und Frau Waltraud Jackwerth auf das Land Malaysia „eingestimmt“ und Anregungen für den Weltgebetstag mitgebracht. An 3 weiteren Tagen trafen sich mehrere Frauen verschiedener Konfessionen im Diakonissenmutterhaus bzw. in der Emmaus-Kirche. Sie kennen sich seit vielen Jahren und freuten sich, einander zu begegnen und gemeinsam den Gottesdienst vorzubereiten.

Wie in vielen asiatischen Kulturen haben auch in Malaysia oft diejenigen Angst für sich selbst zu sprechen, die schwach, arm und machtlos sind – Frauen eingeschlossen. Viele Frauen, die zu Hause, am Arbeitsplatz oder woanders in unserer Gesellschaft Gewalt, Vergewaltigung und Missbrauch erleben müssen, trauen sich nicht, laut auszusprechen, was ihnen angetan wurde. Sie haben Angst, dass damit Schande über ihre Familie und über sie selbst kommt. Das gilt auch für andere Formen von Gewalt: Viele sind wütend, dass politische Macht missbräuchlich ausgeübt wird, aber sie wagen nicht, dagegen vorzugehen; weil sie nicht den Mut haben, sich öffentlich gegen Korruption und Unterdrückung zu stellen.

Lied – Originaltitel: „For the Healing of the Nations“

Für die Heilung aller Völker bitten wir dich, Gott der Welt,
dass gerecht die Menschen teilen alle Gaben, Macht und Geld.
Lass uns leben in der Liebe, das soll ein Versprechen sein,
das soll ein Versprechen sein.

Schwestern und Brüder,
steht auf für Gerechtigkeit!

An diesem Weltgebetstag kamen wir vereint vor Gott und sprachen unsere Bedürfnisse und Sorgen aus. Pastorin Jutta Konowalczyk-Schlüter brachte das Gleichnis „Die Stadt, die Witwe und der Richter“ ein, das von einigen Frauen aufgeführt wurde. Durch das Anspiel konnte man sehen, dass es sich letztendlich lohnt, beharrlich und mutig zu sein.

Nach dem Gottesdienst machten sich alle auf den Weg durch den Park ins naheliegende Diakonissenmutterhaus, um an einem leckeren Mahl, bestehend aus Nasi Goreng, Reisgebäck, verschiedenen Salaten, Früchten und Brot teilzunehmen.