St. Marien

Katholische Kirchengemeinde im Bremer Westen

"Coming-home"-Gottesdienst"Coming-home"-Gottesdienst: Keep cool – auch wenn es acht Tage regnet

Der "Coming-home"-Gottesdienst, der schon eine lange Tradition in unserer Gemeinde hat, machte es allen deutlich: Die Ferien sind zu Ende und der Sommer, soweit er denn einer war und sich nicht gefühlt auf einen Tag oder auch nur auf ein paar Stunden beschränkte, wie Pfarrer Robert Wagner in seiner Begrüßung am Samstag, 27. August, um 17 Uhr in der St.-Nikolaus-Kirche in Gröpelingen ausführte, neigt sich auch seinem Ende zu. Der Seelsorger konnte aber auch Positives vermelden: „Die Freizeiten und die Fahrt zum Weltjugendtag in Madrid sind gut verlaufen, alle sind gesund und alle sind gemeinsam wieder zurückgekehrt.“

Der Pfarrer sprach von den Erlebnissen der Jugendlichen, vor allem der Teilnehmer am Weltjugendtag (eine Party voller Andacht, Woodstock auf katholisch), die etwas Herausragendes erlebt hatten mit über einer Million Gleich-gesinnter in Madrid bei der Open-Air-Messe des Papstes. Nun sind sie wieder im Alltag der Gemeinde gelandet, feiern wieder heilige Messen in den Kirchen des Bremer Westens mit weitaus weniger Teilnehmern. Sie brachten aber – wie die anderen „Heimkehrer“ auch – noch etwas von der Lebendigkeit ihrer Freizeiten mit hinein in diesen besonderen Gottesdienst. Robert Wagner kam vom Motto des Weltjugendtages, „Verwurzelt in Jesus Christus und auf ihn gegründet fest im Glauben“ auf die Betreuer der Freizeiten zu sprechen: „Es ist vor allem der Glaube derer, die immer wieder mit den Kindern und Jugendlichen losfahren und ihnen diese Erlebnisse ermöglichen.“

Fabian Genz – Weltjugendtagsteilnehmer – war einer von denen, die noch den erwähnten Schwung mitbrachten in die Nikolauskirche: „Buenos dias“, grüßte er die Gläubigen und gedachte in seinem Reisebericht auch des verstorbenen Papstes Johannes Paul II. Dafür bekam er spontanen Applaus von den Kirchenbesuchern.
    
„Sponge Bob“ begleitete die Kinderfreizeit in Essern. Die beliebtesten Gegenstände der Kinder, so Gemeindereferent Boris Uroic, war während der zehn Tage in der Landherberge allerdings die Kühlpacks. Sie wurden von den 28 teilnehmenden Kindern im Alter von 8 bis 12 Jahren zu jeder Gelegenheit, von der Kühlung der heißen Stirn am Lagerfeuer bis zur Linderung von Mückenstichen, nachgefragt.

Die „12-Seen-Tour Mirow“ musste wegen des andauernden Regens einen Tag früher als geplant beendet werden, obwohl, so eine Teilnehmerin, „auch mal die Sonne durchkam“. Da half dann ein Spruch von Pastor Volker Kupka, der mit den Jugendlichen an der Müritz Gottesdienst feierte: „Keep cool!“ Sein Ausspruch wurde so etwas wie der Leitspruch der Tour, egal was passierte: „Keep cool!“ Außerdem ging es vor allem sportlich zu, jeden Tag die Zelte auf- und abbauen und das Essen selbst kochen. Weiter wurden 75 Kilometer gepaddelt  und im Kletterwald Müritz das getan was dessen Name vorgibt: geklettert. Und ansonsten? Keep cool!

Musikalisch gestaltet wurde der "Coming-home"-Gottesdienst von der Gruppe Join und der Jugendband. Der Weltjugendtag, der so als „roter Faden“ in der heiligen Messe gegenwärtig war, hatte nicht nur ein Motto, sondern auch eine offizielle Hymne: „Firmes En La Fe“, „Fest im Glauben“ wurde so mitreißend von den Musikerinnen und Musikern dargeboten, das die Gottesdienstbesucher, egal ob alt oder jung, begeistert mitgingen und Join und Jugendband mit viel Beifall bedachten.

Nach dem "Coming-home"-Gottesdienst saßen die Gläubigen hinter der Kirche zusammen bei Bier, alkoholfreien Getränken sowie Bratwurst und Folienkartoffeln und nur zwei kleinen Regenschauern zwischendurch. Dabei gab es viel Gesprächsstoff (weißt du noch . . .) über die aktuellen und vergangene gemeinsam erlebte Ferienfreizeiten und andere Unternehmungen.

Als „Coming-home“ so langsam dem Ende entgegenging, ging es für eine Gruppe erst so richtig los: „Nachts in der Kirche”, lautete ein Angebot für Kinder von sechs bis zwölf Jahren. Die Kirche entdecken, spielen, singen, essen. Ausgeklammert waren bei dieser von Pastoralreferent Johannes Gebbe betreuten Veranstaltung jedoch alle Kellerräume, denn die waren beim mittlerweile schon zweiten Jahrhunderthochwasser in diesem Monat am Abend des 18. August voll Wasser gelaufen und müssen zur Zeit noch abtrocknen. Zu gegebener Zeit schliefen die 14 teilnehmenden Kinder dann im Kirchenraum. Nach einem gemeinsamen Frühstück wurden Schlafsäcke, Isomatten und Waschzeug dann eingepackt und die Kinder von ihren Eltern abgeholt.