St. Marien

Katholische Kirchengemeinde im Bremer Westen

Weltgebetstagsfeier in St. NikolausSeit vielen Jahren feiern die Frauen der ev. Kirche in Gröpelingen, die Diakonissenschwestern vom Diakonissenmutterhaus und die Frauen der St.-Nikolaus-Kirche gemeinsam den Weltgebetstag. Auch Männer sind herzlich eingeladen an der Feier teilzunehmen.

Lieder und Gebete dieses Gebetstages werden in jedem Jahr von Frauen eines anderen Landes vorbereitet: 2011 von Frauen aus Chile. Wir hörten von der überwältigenden landschaftlichen Schönheit Chiles mit fruchtbaren Böden und reichen Wäldern, aber auch von der ungleichen Verteilung der Güter und der wachsenden materiellen Gier. Die Frage Jesu „Wie viele Brote habt ihr?“ richtet sich heute an uns: Alle Menschen dieser Erde sollen menschenwürdig und gut miteinander leben können.

Zum Weltgebetstag gehört auch ein gemeinsames Essen. In diesem Jahr wurde es aus terminlichen Gründen vor den Gottesdienst gelegt. Verschiedene chilenische Speisen und ein Getränk: PISCO SOUR konnten probiert werden: Pan huevo (süßes Eierbrot), Pan amasado (chilenische Brötchen), Pebre (klassischer, chilenischer Kräuterdip), Pebre chileno (scharfer Kräuterdip), Leche asada (gestockter Milchpudding), Pan de Jamón (Festtagskuchen), Dattel-Walnuss-Kuchen und Tomatenbutter. Anschließend  gingen alle zum Weltgebetstags-Gottesdienst in die Kirche.

Aus einem mehrtägigen Vorbereitungsseminar nahmen Rosi Schwertfeger, Schwester Christa Kaufer, Gabriele Diener und Waltraud Jackwerth Informationen, Gestaltungsideen, Lieder und Materialien für das Vorbereiten und Feiern des Gottesdienstes mit. Pastorin Jutta Konowalczyk-Schlüter brachte die Geschichte „Die Witwe von Sarepta“ ein, die von drei Frauen durch Gesten und grüne Tücher symbolisiert dargestellt wurde.

Die chilenischen Lieder verbanden die einzelnen textlichen Teile miteinander. Besonders das Liebeslied von der chilenischen Künstlerin Violeta Parra „Gracias a la vida / Ich danke dem Leben“ wurde schwungvoll gesungen und „öffnete die Herzen“ der GottesdienstbesucherInnen.

Der rote Faden „Haben – Danken – Teilen“ zog sich durch den gesamten Gottesdienst. Gegen Ende der  Feier  wurde  selbst  gebackenes Brot gereicht, das  sich  alle miteinander teilten. Nach dem Segen mit Worten und Gesten und einem letzten Danklied war der Weltgebetstag in St. Nikolaus beendet.  

Bitte vormerken: Am 1. Freitag im März 2012 wird wieder Weltgebetstag gefeiert, die Gottesdienstordnung kommt dann aus Malaysia.

Schöpfungsmythos
Als der Schöpfer seine in sieben Tagen erbaute Welt betrachtete, entdeckte er allenorten noch übrig gebliebene Reste:
     Urwaldstücke, Wüstenfelsen, Flussschlingen, Wasserfälle,
          Kupferberge, Vulkane, Fjorde, Eis.
So schütteten die Engel auf sein Geheiß hin all dies hinter einem langen Wall – den Anden – zusammen. Und es entstand Chile, das vielgestaltigste Land unseres Planeten.