St. Marien

Katholische Kirchengemeinde im Bremer Westen

Pastor Daniel Brinker wurde in St. Josef verabschiedetIm Gemeindebrief des Monats Oktober verabschiedet sich Pastor Daniel Brinker „nach zwei Jahren Pastor sein im Bremer Westen” von der Gemeinde. „Für alle – für die Gemeinde und mich – kam meine Versetzung in die Pfarreiengemeinschaft Spelle, Venhaus, Lünne, Schapen sowie die Ausbildung zum geistlichen Begleiter in Münster sehr plötzlich!”, schreibt der Pastor. Er bedankte sich für alles Erlebte und dafür, daß ihm St. Marien „zum Zuhause geworden ist” und dankt auch Gott, dass dieser das Erlebte möglich gemacht hat. Daniel Brinker, der sich „wohl gefühlt hat in Bremen”, schloss mit einem Ausspruch des von ihm verehrten Adolph Kolping: „Wenn man Freud und Leid miteinander teilt, wächst man zusammen”, und weiter: „Ich hoffe, wir sind ein bisschen zusammengewachsen – für mich ist es so!” Für die Gemeinde, das sei hinzugefügt, war es auch so, und das von Anfang an und desto schwerer fällt den Marianern der Abschied von Daniel Brinker.

„Mit Daniel Brinker verabschieden wir einen offenen und zugänglichen Menschen, der uns allen mit seiner Art, als Priester in unserer Gemeinde zu wirken, gut getan hat. Dankbar und mit guten Wünschen für seine Zukunft wollen wir ihn am Sonntag, 24. Oktober, verabschieden”, hieß es in einem weiteren Beitrag im selben Pfarrbrief. Im 11-Uhr-Gottesdienst in der St.-Josef-Kirche war es dann soweit: Pastor Daniel Brinker, Pfarrer Robert Wagner und die Diakone Michael Wiegandt und Matthias P. Brauer zelebrierten gemeinsam den Gottesdienst. Musikalisch wurde die heilige Messe festlich gestaltet von Patricia Student und ihrer Mutter (Orgel, Gesang und Trompete), dem Kirchenchor St. Josef/St. Nikolaus, der portugiesischen Gesangsgruppe sowie der Gruppe „Join”.

Pastor Daniel Brinker hatte zu seiner Predigt zwei Dinge mitgebracht:, die er „eigentlich täglich in der Mariengemeinde” benutzt hat: Ein Schlüsselbund und einen Kelch. Die Schlüssel, die ihm Türen aufgeschlossen haben, symbolisieren für den Seelsorger, dass er sich „im Bremer Westen angenom-men und heimisch gefühlt hat“. Der zweite Gegenstand war ein Kelch, den Daniel Brinker „von seiner Oma zur Priesterweihe 2003 bekommen hatte”. Dieser Kelch symbolisiert für den Priester, „dass Christus im Mittelpunkt unseres Tuns steht”. Daniel Brinkers abschließender Wunsch an die Gemeinde zum Abschied war die Bitte: „Verliert Christus nicht aus dem Blick.”

Nach dem Gottesdienst blieben die Gläubigen auf ihren Plätzen und Pfarrer Robert Wagner erin-nerte an die Zeit vor zwei Jahren: „Daniel, du bist damals zur Freimarktszeit gekommen, und wir haben dir ein Herz überreicht mit der Aufschrift Pastor ........... am besten im Bremer Westen. Heute, nach zwei Jahren, gehst du wieder zur Freimarktszeit und die Inschrift auf dem Lebkuchenherz – wenn ich es denn hätte – müßte lauten: Aus dem Bremer Westen schicken wir die Besten!”

Dankesworte kamen auch von der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Ulrike Kehlbeck-Staats, die in ihrer launigen Ansprache wieder den Dampfer „Santa Maria” anführte und Daniel Brinker dann das fehlende Freimarktsherz – allerdings mit Santa-Maria-Inschrift – zusammen mit seiner „Entlassungsurkunde“, einer Aktentasche und Bremer Spezialitäten überreichte, für die die „Santa-Maria-Gemeinde” zuvor „in die Tasche gegriffen und einen Teil ihrer Heuer gespendet hatte”. Die Vorsitzende der Portugiesischen Gemeinde verwies bei ihren Dankesworten darauf, wie dankbar und gerührt sie und ihre Landsleute waren, als der Pastor sie im Gottesdienst das erste Mal auf Portugiesisch ansprach: „Noch nicht perfekt, aber das wurde mit der Zeit immer besser!”

Wie international St. Marien ist, drückte sich auch in der Erwiderung Daniel Brinkers aus, in der er sich in vier Sprachen  – „die bei uns in der Gemeinde zu Hause sind“ – bei den Gemeindemitgliedern für die schöne Zeit und die Geschenke bedankte: „Obrigado, Dziękuję, Thank you und Dankeschön!“

Anschließend an die Ansprachen ging es nach nebenan in den Pfarrsaal, wo die Gemeindemitglieder die Gelegenheit wahrnahmen, sich persönlich von ihrem Pastor zu verabschieden. Dabei füllte sich der Gabentisch Daniel Brinker zusehends mit kleinen Präsenten, welche die Wertschätzung ausdrückten, die der Geistliche in St. Marien genießt. Der Imbiß, der gereicht wurde, war gar nicht so klein, wie er angekündigt war, und auch hier war die portugiesische Gemeinde mit einem leckeren Büfett vertreten.

Eine Musikgruppe, bestehend aus dem Pastoralteam und Unterstützern aus der Gruppe „Join“ brachte dem scheidenden Pastor ein humorvolles Ständchen, das Daniel Brinkers Weg nach Spelle beschrieb und auch die Bremer „Regionalheiligen” zum Thema hatte. Die „Jonis“, elf Sängerinnen und Sänger aus St. Josef/St. Nikolaus mit Akkordeonunterstützung, schlossen sich an und brachten einen heiteren musikalischen Rückblick auf die Amtszeit Daniel Brinkers in St. Marien dar, und sorgten so wie alle Vortragenden mit dafür, dass der Abschied an diesem Tag nicht allzu betrübt ausfiel.