St. Marien

Katholische Kirchengemeinde im Bremer Westen

Jubiläumsfest in St. BonifatiusAm 50. Jahrestag der St. Bonifatiuskirche zeigte es sich wieder einmal, dass die Katholiken nicht nur gemeinsam beten, sondern auch ausgiebig feiern können. Als gegen Mitternacht das Jubiläumsfest endete, war sich das Organisationsteam mit den Festbesuchern einig, ein äußerst interessantes und stimmungsvolles Fest erlebt zu haben.

Der Einstieg in das Jubiläum erfolgte schon am Vorabend mit einer gemeinsamen Abendandacht, bei der die neue Gemeinde-Ikone überreicht und gesegnet wurde. Auf der mit Blattgold unterlegten Ikone sind symbolisch für die vier Kirchen des Bremer Westen die Heiligen St. Bonifatius, St. Josef, St. Nikolaus und die Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind dargestellt. Die Ikone wurde in der Ikonenwerkstatt der Benediktinerinnenabtei auf Burg Dinklage in einem Zeitraum von anderthalb Jahren geschaffen. Nach der Verehrung der Ikone durch die Gläubigen, traf sich die Gemeinde bei sommerlichen Temperaturen im Pfarrgarten zu einem gemeinsamen  Mahl bei Kerzenlicht, Brot und Wein. 

Seine Fortsetzung fand das Fest am Jubiläumstag mit einer großen Kaffeetafel im Pfarrgarten. Bei der offiziellen Eröffnung bedankte sich Pfarrer Robert Wagner insbesondere bei der evangelischen Gemeinde für den überraschenden Schaukasten-Glückwunsch, der anschaulich die enge Verbindung zwischen Martin Luther und St. Bonifatius zeigt. In seinem Grußwort betonte Pastor Klaus Kramer, dass die gewachsene Bindung auch in Zukunft bestehen bleiben möge und lud die Katholiken zum 50jähigen Bestehen der Martin-Luther-Kirche ein, das in zwei Jahren stattfinden wird.  Nach der offiziellen Begrüßung folgte ein interessanter Vortrag vom langjährigen Gemeindemitglied Ewald Vogelsang über die fast neunzigjährige Geschichte der Katholiken im Stadtteil Findorff.

Anschließend vergnügten sich die Kinder bei den vielfältigen Spielmöglichkeiten und die Jugendlichen betrachteten mit Hilfe einer Computeranimation ihre gemeinsam erlebten Tage in der Sommerfreizeit.  Die Erwachsenen erfreuten sich währenddessen an den Anekdoten über die Geistlichen der St. Bonifatiuskirche, die im Rahmen einer Diaschau von Maria Kursawe und Rudi Gabriel vorgetragen wurden oder verfolgten die Beamerschow über die 50jährige Geschichte der St. Bonifatiuskirche, die Matthias Becker zusammengestellt hatte.

Der Festgottesdienst fand im Gottesraum von St. Bonifatius in Form einer Konzelebration statt, an der allein neun „Findoffer“ Geistliche und Diakone am Altar die Festmesse mitfeierten. Nach dem stimmungsvollen Jubiläumsgottesdienst warteten im Pfarrgarten auf die hungrigen Teilnehmer schon heißes Grillgut, mannigfaltige Salate und kühle Getränke. Die Kinder zogen es allerdings vor, am Lagerfeuer ihr Stockbrot zu backen und ihr Grillgut zu garen. Für viele Teilnehmer war das Jubiläumsfest ein großes Wiedersehenstreffen mit Bekannten und Ehemaligen, die man zum Teil über viele Jahre nicht mehr gesehen hatte. Allen tat es gut, alte Erinnerungen aufleben zu lassen, ausgiebig über ehemalige Zeiten zu plaudern und gemeinsam einen feuchtfröhlichen, unbeschwerten Abend zu genießen.