St. Marien

Katholische Kirchengemeinde im Bremer Westen

St. Marien ist überall – auch im SchwarzwaldDer Kreis „ Aktive Senioren“ der St. Marien-Gemeinde lud zu einer Reise in den Schwarzwald ein, und 43 Personen fuhren daraufhin am Sonntag, d. 14. bis zum 23. Juni 2009 nach Lossburg.

Bei unserer ersten Pause, nach etwa zwei Stunden, wurden alle Mitreisenden mit einem leckeren Sektfrühstück überrascht.

Um 18.15 Uhr erreichten wir unser Ziel „ Hotel Hirsch“ in Lossburg.

Zum Auftakt am nächsten Tag gab es einen Besuch in der Glashütte der Dorotheenhütte in Wolfach. „Reiseleiterin“ Marlies Lüer brauchte dort viel „Puste“, um sich  eine Vase  zu blasen. Beim anschließenden Kaffee und Kuchen bevorzugten die meisten Senioren Schwarzwälder Kirschtorte als Produkt aus der Region.

Aufgrund der schlechten Informationen und des fehlenden Engagements des Fremdenverkehrsamtes und der zwei Stadtführerinnen fiel die angemeldete Stadtführung in Colmar leider aus. Nach dieser Enttäuschung stärkten wir uns erst einmal am Rhein-Rhone-Kanal bei Kartoffelsalat und Würstchen am Bus. Danach erkundeten die Urlauber das zauberhafte Städtchen Riquewihr im französischen Département Haut-Rhin, einen der bekanntesten Weinorte im Elsaß. Dort gab es ein unversehrt erhaltenes Stadtbild aus dem 16. Jahrhundert zu bewundern. In dem Weinstädtchen war allen allerdings wegen des schönen Wetters eher nach einem Eis zumute als nach Elsäßer Edelzwicker.

An einer zehn Kilometer langen Wanderung durch das Kinzigtal von Lossburg zum ehemaligen Benediktinerkloster in Alpirsbach nahm über die Hälfte der Reisegruppe teil. Die Wanderung führte bei herrlichem Wetter an dem Fluss Kinzig, einer ehemaligen Flößerstrecke, entlang.  Auf der Strecke wurde auch eine Confiserie aufgesucht. Hier konnten die Wanderer bei der Herstellung von Pralinen zuschauen. Animiert von den appetitlichen Auslagen und den Geruch nach Schokolade, konnten viele nicht widerstehen, kräftig einzukaufen.  Pünktlich um 13.30 Uhr erreichten wir das Ziel „ Kloster Alpirsbach „.

Die übrigen Teilnehmer kamen mit dem Bus nach, um gemeinsam bei einer Führung das Kloster zu besichtigen. Anschließend ging es dann bergauf, und zwar nach Unterbrändi zum Kaffeetrinken in die romanisch-gotische „Alte Kirche“ aus dem 13. Jahrhundert. Die ist heute das wohl ungewöhnlichste Schwarzwälder Gasthaus. Am Abend sorgte ein  Bingo besonderer Art für viel Heiterkeit bei den  Beteiligten.

Freiburg wurde am nächsten Tag in Begleitung eines Stadtführers besichtigt. Dabei merkten die Bremer, dass der Breisgau nicht umsonst als das Gebiet mit den höchsten Temperaturen in Deutschland gilt. Gut aushalten konnte man es im Münster während einer Führung. Beste Aussicht hatten danach diejenigen, die noch den Turm des Münsters bestiegen. Nach einem Aufenthalt am Titisee gab es einen Anflug von „Abenteuerurlaub“: Der Bus hatte Öl verloren und musste aus dem Verkehr gezogen werden. Nach einer Stunde Wartezeit brachte ein Ersatzfahrzeug die Reisenden noch pünktlich zu einem Grillabend zurück nach Lossburg.

Stadtbesichtigung in Freudenstadt stand am Freitag auf dem Programm. Mit dem „Bähnle“ ging es dabei durchs Stadtgebiet und die Umgebung. Über den regen Zuspruch in seinem Gotteshaus freute sich anschließend der Pastor der evangelischen Stadtkirche in Freudenstadt. Kurz vor dem dort obligaten „Ökumenischen Mittagsgebet“ um 12 Uhr besichtigte die Bremer Reisegruppe die Kirche und blieb dann auch zum Mittagsgebet.  In der „Zeit zur freien Verfügung“  danach traf man viele der Teilnehmer unter den Arkaden, die sich rund um den „größten Marktplatz Deutschlands“ erstrecken.

„Straßburg lag im Sonnenschein“, so begann 1969 ein bekannter Schlager von Mireille Mathieu, und genauso fand es auch die Bremer Reisegruppe vor. Ein, wenn nicht der, Höhepunkt der Reise war am Samstag die Fahrt in die elsässische Metropole, und die Europastadt zeigte sich dabei von ihrer besten Seite. Eine erste Stadtbesichtigung gab es per Schiff  mit einer beeindruckenden Panoramafahrt entlang der Wasserläufe der Ill, von „Petite france“ bis zum prestigeträchtigen europäischen Viertel. Im Anschluss daran zog es die meisten Reisenden erst einmal zum Straßburger Münster. Wie schon in Freiburg hatten auch hier wieder diejenigen die beste Aussicht, die die 332 Stufen bis zur Aussichtsplattform des Münsters auf sich nahmen. Belohnt wurden sie mit einem herrlichen Rundblick über die malerische Altstadt bis hin zum Europaparlament. „Ich denke immer an die Zeit, und keine Stunde tut mir leid“, heißt es weiter im Schlager, und daran dachte manch einer als die Zeit in Straßburg um war und es wieder „heim“ nach Lossburg ging.

St. Marien gibt es (fast) überall, so auch in Gengenbach. Zum Sommeranfang, Sonntag, 21. Juni, feierten die Reisenden heilige Messe in der ehemaligen „Freien Reichsstadt”. In der dortigen Marienkirche, der früheren Kloster- und heutigen Stadtkirche, wurden die Bremer zu Beginn des Got­tesdienstes herzlich vom Pastor der Gemeinde begrüßt. Bei der individuellen Besichtigung der historischen Altstadt Gengenbachs wurden vielfach die Auslöser der mitgeführten Digitalkameras betätigt, so viele Motive galt es festzuhalten. Mittags gab es am Bus einen „französischen“ Imbiss mit Käse, Baguette und Rotwein. Dermaßen gestärkt konnte der nächste Programmpunkt, die „Besichtigung der Zeller Keramik“ in der gleichnamigen Stadt angegangen werden.

Nach dem Abendbrot trafen sich alle im Restaurant, um den Tag mit Sketchen und viel Gesang ausklingen zu lassen.

Irgendwann geht alles einmal zu Ende: Am Montag war es vorerst einmal das schöne Wetter. Dem Besuch des Schwarzwälder Freilichtmuseums „Vogtsbauernhof“ in Gutach tat das allerdings keinen Abbruch, viele Sehenswürdigkeiten befanden sich auch unter den ausladenden Dächern der alten Schwarzwaldbauernhäuser, Mühlen und Sägen. St. Roman, der nächste Programmpunkt, liegt in einem idyllischen Seitental am „Kinzigtäler Jakobusweg“ und ist über eine schmale, serpentinenreiche Straße zu erreichen. Neben der Besichtigung der Wallfahrtskirche St. Roman gab es letztmalig auch die Gelegenheit, „original“ Schwarzwälder Kirschtorte zu verkosten, bevor es dann am Dienstag, 23. Juni, wieder auf die Heimreise nach Bremen ging.

Der Dank der Teilnehmer an dieser schönen, erlebnisreichen Reise gilt auch dieses Mal wieder Marlies und Dieter Lüer, die Vorbereitung und Durchführung dieser Fahrt  mit viel Liebe und Engagement betrieben haben . Viele freuen sich schon auf die nächste Reise nach Mallorca vom 05. – 19. März 2010.