St. Marien

Katholische Kirchengemeinde im Bremer Westen

Warum denn nach Cloppenburg?Als im letzten Jahr Schwester Felicia und Schwester Leonardis verabschiedet wurden, kam auch die Frage nach einem Geschenk auf. Was schenkt man Ordensschwestern, die ja eigentlich alles haben.

So bekamen beide den gleichen Kalender. Für jeden Monat gab es auf den Kalenderblättern ein Foto von einer Familie, oder einer Gruppe aus St. Josef, bzw. aus St. Nikolaus.

Und in jedem Monat bekamen sie Besuch von den abgebildeten Personen. Man ging zusammen Eis essen, es gab die Bibel als Hörbuch, man brachte Wein mit, Osterkerzen und vieles mehr. Alle Besucher kamen ganz begeistert zurück nach hause. Die Gastfreundschaft der beiden Schwestern war einfach umwerfend und die Zeit verging immer wie im Fluge.

Auf dem letzten Kalenderblatt, im Juni war Familie Bekoe abgebildet.

Am Sonntag, 21. Juni, war es soweit. Familie Bekoe fuhr am Morgen nach Schwagstorf und lud die beiden Schwestern in ihr Auto. Sie erzählten ihnen, dass sie nach Cloppenburg zum Essen fahren wollten. Darauf sagte Schwester Leonardis: „ Warum denn nach Cloppenburg? Man kann doch auch hier in der Nähe essen.“

So ganz geheuer kam das den Schwestern nicht vor. Als auch noch Heinrich Cremering zwischendurch anrief, dachten sie sich: irgendwie merkwürdig.

Frau Löhr-Bekoe konnte aber alle Spekulationen im Keim ersticken. Erst als sie im Museumsdorf ankamen und aus dem Auto stiegen, ahnten die Schwestern, dass sich doch noch ein paar Personen mit auf den Weg gemacht hatten, um sie im Museumsdorf zu treffen.

Die Freude war dann umso größer, als sie sahen, dass es nicht nur ein paar Familien waren, sondern ein Reisebus mit 44 Gemeindemitgliedern. Jung und alt hatten es sich nicht nehmen lassen nach Cloppenburg zu kommen, um sich mit den Schwestern zu treffen, zu klönen, spazieren zu gehen und den Tag gemeinsam zu genießen.

Es wurde zu Mittag gegessen, danach gab es ausreichende Gelegenheit durch das Museumsdorf zu gehen und nach dem Kaffee trinken ging es gegen 16:30 Uhr wieder zurück.

Das Wetter meinte es auch gut mit uns. Nur während der Mahlzeiten regnete es.

Zwar ist jetzt der Kalender sozusagen „abgearbeitet“, das heißt aber noch lange nicht, dass die Besuche bei Schwester Felicia und Schwester Leonardis eingestellt werden müssen. Beide Schwestern freuen sich auch weiterhin über jeden Besuch und ich denke, den werden sie auch bestimmt bekommen.

Ein herzliches Dankeschön geht an Frau Löhr-Bekoe, die die Organisation dieses Ausfluges übernommen hatte.