St. Marien

Katholische Kirchengemeinde im Bremer Westen

Verabschiedung von Pfarrer WehrmeyerDer „Sonderzug nach Melle“ fuhr pünktlich ab.

Pastor Michael Wehrmeyer wurde von der Mariengemeinde verabschiedet.

Verabschiedet wurde am Sonntag, 24. August, Pastor Michael Wehrmeyer um 11 Uhr in der Sonntagsmesse in St. Josef. „Kommt herbei”, hieß es im Eingangslied dieses Festgottesdienstes. Und es waren so viele, die gekommen waren, daß die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt war und noch zusätzliche Sitzgelegenheiten aufgestellt werden mußten. Die Eucharistiefeier wurde gemeinsam von Michael Wehrmeyer, Robert Wagner und den Diakonen Helmut Schumacher und Michael Wiegandt zelebriert. Der Chor St. Josef / St. Nikolaus, die Gruppe „Join” und die Flötengruppe der Josephschule gestalteteten diesen Gottesdienst mit.

Dazu hatte sich auch die Organistin „Verstärkung” auf den Orgelboden mitgebracht. Mitglieder aus ihrer Familie unterstützten sie mit Blechblasintrumenten und begeisterten damit die Kirchenbesucher. Die offizielle Verabschiedung Michael Wehrmeyers fand nach dem Gottesdienst in der Kirche statt. Dabei sprachen zwei Vertreter der evangelischen Nachbargemeinden und eine Muslima von der Mevlana-Moschee. Pastor Robert Wagner verabschiedete seinen Amtsbruder und Freund offiziell auch in seiner Eigenschaft als stellvertretender Dechant des Dekanates Bremen. Ein Amt, das er als Nachfolger Michael Wehrmeyers angetreten hat.

Ulrike Kehlbeck-Staats, stellvertretende Pfarrgemeinderatsvorsitzende St. Mariens, moderierte gekonnt zur Eröffnung und zwischen den einzelnen Programmpunkten und überreichte dem Pfarrer symbolisch das Geschenk der Gemeinde: Die Heiligen Drei Könige für seine Krippe. Die St.-Joseph-Schule, die portugiesische Gemeinde und später auch die Kitas verabschiedeten sich von Michael Wehrmeyer und überbrachten ihm ihren Dank. Dabei wurde deutlich, daß der Text aus dem Lukas-Evangelium: „Lasset die Kindlein zu mir kommen“, für den Seelsorger eine große Bedeutung hat.

Auch der „Himmel” spielte mit an diesem 24. August und trug mit strahlendem Sonnenschein zu einem gelungenen Tag bei. Im Anschluß an den „offiziellen Teil“  waren die Teilnehmer  eingeladen, zu einem  umfangreichen und köstlichen Buffet auf dem Kirchenvorplatz. Danach und währenddessen konnten sich die Gemeindeglieder persönlich von ihrem sichtlich bewegten Pfarrer, der insgesamt fast elf Jahre zunächst als Seelsorger von St. Josef / St. Nikolaus und ab 2007 für den Pastoralen Raum St. Marien tätig war, verabschieden und ihm dazu „alles Gute” wünschen.

Aber damit war der Tag noch lange nicht beendet. Viele gekonnte Vorträge aus allen Gliederungen der Gemeinde wurden von den Anwesenden begeistert aufgenommen. Da die Abneigung Michael Wehrmeyers gegen längere Fahrten mit dem eigenen Auto bekannt ist, ließen ihn einige kreative Vortragende in einen „Sonderzug nach Melle“ einsteigen und trugen ihn so vom Kirchplatz. Andere brachten ihn musikalisch per Boot an seine neue Wirkungsstätte. Und es wurde noch einmal „offiziell”: Eine „spontan einberufene öffentliche außerordentliche Dienstbesprechung” der Hauptamtlichen sorgte für viel Heiterkeit bei den Zuschauern.

Es dauerte noch bis in den späten Nachmittag, bis nach dem Kaffeetrinken die vielen fleißigen und versierten Helfer abräumen konnten, Tische und Bänke wieder zusammengeklappt waren und am Ende eines schönen Tages der rote Teppich eingerollt werden konnte. „Es ist Schwung drin, . . . die Gemeinde ist auf einem guten Weg“, wurde Michael Wehrmeyer noch vor kurzem in der Zeitung zitiert. Die vielen, vielen Besucher, die sich am Sonntag in Oslebshausen eingefunden hatten, konnten sich davon überzeugen, daß das tatsächlich so ist. Und daran, daß es so ist, hat auch der scheidende Pastor einen erheblichen Anteil.