St. Marien

Katholische Kirchengemeinde im Bremer Westen

Liebe Gemeinde!

Wir möchten Sie gerne über zwei Beschlüsse des Kirchenvorstandes informieren.

Der erste Beschluss betrifft das Grundstück der ehemaligen Schule St. Joseph in Oslebshausen. Nachdem die Planungen, dort in Zusammenarbeit mit der Caritas ein Mehrfamilienhaus zum Wohnen mit Service sowie eine Kita einzurichten nicht umzusetzen waren, hat der Kirchenvorstand in der vergangenen Sitzung (am 13.03.2018) nun beschlossen das Grundstück

an das Stephanswerk zu verkaufen. Das Stephanswerk ist eine Wohnungsbaugesellschaft in Trägerschaft des Bistums Osnabrück. Es sollen dort Wohnungen und Einfamilienhäuser entstehen, die z.T. vermietet und z. T. verkauft werden. Somit bleibt die Maßnahme bzw. die Umsetzung in kirchlicher Hand und wir hoffen, dass dadurch auch die Möglichkeit besteht, für Interessierte dort eine Wohnmöglichkeit anzubieten, die noch einigermaßen erschwinglich ist. Dieser Entschluss erschien dem Kirchenvorstand sinnvoller als der Verkauf auf dem freien Markt.

Die zweite Nachricht betrifft den Standort St. Bonifatius. Wir sind froh nun endlich die definitive Zusage der Stadt für die Errichtung einer Kita am Standort bekommen zu haben. Ein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang dem Einsatz der Geschäftsführerin des kath. Gemeindeverbandes Bremen, Frau Sonja Glasmeyer.

Die Kita wird mit drei Ü-3 Gruppen und zwei U-3 Gruppen auf einer Gesamtfläche von ca. 840 m² betrieben. Eine entsprechende Außenspielfläche, die für den Kita-Betrieb erforderlich ist, wird erstellt.

Das Gebäude für den Betrieb der Kindertagesstätte wird an den Katholischen Gemeindeverband in Bremen für zunächst 20 Jahre fest vermietet. Die erstellte Außenspielfläche wird der Kita zur eigenverantwortlichen Nutzung überlassen.

Zur Finanzierung der Kita werden wir ein Darlehen aufnehmen. Die Investitionskosten müssen sich dann über die Mieteinnahmen tragen.

Wir freuen uns, dass dadurch für eine Zeit von 20 Jahren der Standort St. Bonifatius eine Zukunft hat und wir zugleich in die Zukunft investieren, d.h. in unsere Kinder.

Ohne diese Maßnahme wäre der Standort St. Bonifatius sicherlich in mittelfristiger Zeit nicht mehr haltbar gewesen.

Gleichzeitig können wir für die Gemeinde einen Ort der Begegnung schaffen, an dem wir auch die Gottesdienste am Dienstag und Samstag feiern können. Zwar nicht mehr in unserer Kirche, die vielen so lieb geworden ist und von der wir aufgrund des Umbaus Abschied nehmen müssen. Das wird zu gegebener Zeit mit einem Gottesdienst zur Profanierung der Kirche geschehen.

Die in der Machbarkeitsstudie veranschlagten Kosten von über 654.000 Euro für den Gemeindeteil werden vom Bistum in dieser Höhe nicht mitgetragen, was im Zuge der gesamtkirchlichen Entwicklung zu sehen ist (die Gottesdienstbesucherzahlen sind ja erheblich gesunken). In einem Gespräch mit dem Bistumsverantwortlichen Herrn Bartke wurde uns mitgeteilt, dass die Kosten im Höchstfalle 400.000 Euro betragen dürfen, wovon die Gemeinde die Hälfte zu tragen hat. D.h. wir müssen die Kosten rapide verringern. Das geschieht zum einen dadurch, dass die Fläche des Gemeindeteils reduziert wird (und als Differenzierungsraum für die Kita genutzt werden kann). Zum anderen geschieht es dadurch, dass wir einen multifunktionalen Raum haben, der zum Treffen als auch zum Gottesdienst benutzt werden kann. Es wird also leider keine eigene Kirche bzw. Kapelle sein, sondern ein Raum der mehreren Zwecken dient, eben auch zum Feiern von Gottesdiensten, und den wir dafür entsprechend herrichten müssten. Dieser Gedanke hat auch die volle Zustimmung von Seiten des Propstes sowie des Generalvikars. Die genauen Planungen, wie das aussehen kann, müssen noch gemacht werden. Der Kirchenvorstand hat sich auf der letzten Sitzung auch dafür entschieden, wohlwissend, dass Veränderung auch immer mit Verzicht und Abstrichen zu tun hat. Dennoch erschien uns diese Maßnahme insgesamt für den Standort St. Bonifatius als positiv, denn der Standort bleibt erhalten, wir schaffen ein Angebot für Kinder, wir behalten eine Begegnungsstätte für die Gemeinde und wir feiern dort weiter Gottesdienste.

Der Kirchenvorstand hat einen Bauausschuss eingesetzt, in dem mit Heinrich Dierkes, Georg Plohr und Holger Albers drei Mitglieder des Standortes St. Bonifatius aktiv die weiteren Planungen angehen werden. Wir wollen diesen Kreis noch etwas vergrößern. Er wird sie auch über die weiteren Schritte informieren und wir bleiben sozusagen im Gespräch.

Beide Entschlüsse – sowohl der Verkauf des Grundstücks der ehemaligen Schule, als auch der Beschluss zum Standort St. Bonifatius – stehen noch unter dem Vorbehalt der kirchenaufsichtlichen Genehmigung.

Als Vermeldungen in den Gottesdiensten am 17./18.03.2018 verlesen vom

Kirchenvorstand, St. Marien