St. Marien

Katholische Kirchengemeinde im Bremer Westen

HaendeWas Hände anstellen können, weiß jeder, der sie täglich benutzt. Im Zusammenleben mit anderen bekommt der Gebrauch der Hände eine besondere Bedeutung. Hände können trennend und störend oder helfend und verbindend genutzt werden.

Im vergangenen Familiengottesdienst, der am 4. Februar in St. Josef stattfand, wurden diese Unterschiede von Johannes Gebbe zusammen mit den Gottesdienstbesuchern herausgearbeitet. Dabei entstand ein Schaubild, das die Form eines Kreuzes nachbildete.

Das Kreuz soll daran erinnern, wie Gott an uns handelte, indem Jesus die Schuld der Menschen durch seinen Tod am Kreuz aus der Welt nahm.

Doch damit war es nicht getan. Durch die Hände von Menschen geschah und geschieht immer noch viel Leid. Dieses Leid ist nicht nur global erkennbar. Vielmehr geschieht es auch im kleinen lokalen Rahmen.

Um diesem Leid ein Ende zu setzen, ist jeder von uns ist aufgefordert, seine Hände für gute Taten einzusetzen, immer wieder, tagtäglich. Kleine Gesten, wie zum Beispiel die helfende Hand für die Kollegen oder Nachbarn, die streichelnden Hände innerhalb der Familie, die versöhnende Hand in einem Streit oder einfach nur Hände, die für andere eine Mahlzeit zubereiten, zeugen von der Mitmenschlichkeit, die Jesus uns vorlebte.

Durch Jesu Hände wurden Menschen geheilt, wieder aufgerichtet, zurückgeholt in die Welt der anderen Menschen, aus der sie zuvor ausgeschlossen waren.

Jesus segnete mit seinen Händen. Eine Geste der Zuwendung, die heute zum Beispiel im Blasiussegen noch gegenwärtig ist. Menschen lassen sich segnen, um Heil und Schutz zu erfahren. Dabei ist es wichtig, diesen Segen nicht als Allheilmittel oder ein Medikament zu sehen. Nach dem Motto zu leben „Gesegnet, nun kann mir nichts mehr passieren“, ist nicht in Gottes Sinn.

Segnende Hände sollen vielmehr an Gottes Zuwendung und an die Zusage seiner Barmherzigkeit erinnern und uns damit im Glauben stärken.

Daran erinnert und bestärkt im Glauben, sind wir immer wieder beauftragt, mit unseren Händen die Welt ein wenig besser zu machen - jeden Tag aufs Neue.