St. Marien

Katholische Kirchengemeinde im Bremer Westen

Fatimaprozession 14.05.2017Doppel-Jubiläum im Zeichen der Gottesmutter
30. Fatima-Prozession - vor 100 Jahren Fatima-Erscheinung

Gleich zwei gute Gründe zum Feiern gab es am 14. Mai für die Katholische St.-Marien-Gemeinde im Bremer Westen. Die Gemeinde erinnerte daran, dass ihre Namenspatronin vor 100 Jahren drei Hirtenkindern im portugiesischen Fatima erschienen war. Seit dreißig Jahren veranstalten die portugiesischen Katholiken in Bremen die Fatimaprozession, zunächst in Gröpelingen (St. Nikolaus) und seit einigen Jahren in Walle (St. Marien). Hunderte Christen folgten der Marien-Statue durch die Straßen rund um das Gotteshaus, das der Gottesmutter geweiht ist. Dass dabei die Sonne von einem blauen Bilderbuch-Himmel strahlte, kann also kein Zufall gewesen sein.

Pfarrer Josef Fleddermann freute sich zugleich, dass mit dem Osnabrücker Weihbischof Theodor Kettmann ein hoher Repräsentant des Bistums nach Bremen-Walle gekommen war. Der ranghohe Kirchenmann nannte die Heilige Maria eine Wegweiserin des christlichen Glaubens. Bis in unsere Zeit hinein verkörpere sie die Botschaft Christi, die von Liebe und Zuwendung berichtet. Die Mutter unseres Herrn sei auch Mahnung zu Frieden und Versöhnung.

Die Verehrung Mariens im Bremer Westen ist seit jeher auch ein internationales Ereignis. Und so erklangen Gebete und Lieder nicht nur in deutscher Sprache, sondern auch in Polnisch, Portugiesisch und Aramäisch, der Sprache Jesu.

Zu einem gelungenen christlichen Fest gehört freilich das leibliche Wohl. Und deshalb waren von den Portugiesen wieder viele Köstlichkeiten von fleißigen Händen vorbereitet worden. Auf ihre Weise waren auch sie Botschafter für eine Welt ohne Grenzen. Ganz so wie es ja auch Papst Franziskus immer wieder betont, wenn er etwa die Situation der Menschen in Krisengebieten in den Blick nimmt.

Roland Mais